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10 Tipps zum Fliegen mit Kleinkind

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Ratgeber für Kinder zu schreiben ist immer so eine Sache. Kinder sind mindestens genauso unterschiedlich wie Erwachsene und zu behaupten, dass gewisse Dinge auf alle passen ist natürlich totaler Quatsch. Dennoch hat es sich für mich bewährt, bei dringenden Fragen mehrere Ansichten von anderen Eltern zu lesen (bzw, einfach eine Handvoll Ratgeber wie diesem hier) und dann daraus meine eigene Meinung zu bilden.

Mein Sohn wird morgen 2 Jahre alt und ist deshalb bislang immer umsonst geflogen. Seinen ersten Flug hatte er mit gerade mal 3 Wochen, die erste Langstrecke folgte mit 7 Monaten. Bislang hat er schon 15 Länder bereist und war auf über 40 Flügen. Ich denke also, dass ich mittlerweile einen Funken Weisheit in Sachen Fliegen mit Kleinkind zum Thema beisteuern kann.

1. Buche schlau.

Bevor der Junior da war, habe ich einfach immer den günstigsten Flug gebucht, fast egal wie früh oder spät er los flog. Mittlerweile schaue ich bei kurzen Flügen, dass er so getimt ist, dass wir entweder genau zur Mittagschlafzeit in der Luft sind, oder so fliegen und landen, dass wir rechtzeitig zum Mittagschlaf, bzw zum Abendschlaf im Hotel ankommen. Bei Langstreckenflügen buche ich immer Nachtflüge. Die sind zwar unbequem und wirklich gut schläft er auch nicht, ABER er schläft und so vergeht die Zeit für alle Beteiligten am schnellsten.

2. Sitzplätze vorher aussuchen.

Das habe ich am Anfang nicht immer gemacht und es ein paar Mal sehr bereut. Vor allem auf Langstrecke empfehle ich die Airlines direkt nach der Buchung anzurufen und zu klären, wo du sitzen willst. Ich persönlich bevorzuge die “Babyreihe” (die erste Reihe des Flugzeugabteils) nicht unbedingt, weil man zwar mehr Beinfreiheit hat, aber die äußeren Sitzplätze nur durchgehende Armlehnen haben, die den Flug extrem unbequem machen, wenn man ein Kleinkind auf dem Schoß hat. Außerdem ist das Hochklappen des Fernsehers so aufwendig und unpraktisch, dass man es meistens gar nicht schafft etwas zu schauen. Ich sitze auch immer am liebsten am Gang, um möglichst flexibel zu sein und den Bub auch mal allein loswandern lassen zu können.

3. Boarde zum Schluss.

Ich hab nie ganz verstanden, warum Leute es immer so eilig haben in den Flieger zu kommen. Es hat ja doch jeder seinen Platz vorher zugewiesen bekommen, warum also ewig Schlange stehen? Mit Kind bewährt es sich einmal mehr als einer der letzten einzusteigen. So hat Junior noch länger die Möglichkeit sich die Beine zu vertreten und du siehst schnell, ob nicht doch noch Plätze frei sind, (oder gar eine ganze Reihe?), die sich für besser für euch eignen, als eure eigentlichen Plätze.

mit kleinkind fliegen

4. Essen einpacken. 

Wenn du ein Kind auf dem Schoß hast, kannst du dein Tablett nicht ganz runterklappen, dazu fehlt einfach der Platz. Selbst wenn Platz wäre, sind die Chancen gut, dass dein Kind alles runterschmeißt, also lieber noch ein Sandwich einpacken und dankend ablehnen, wenn der Foodcart vorbeikommt.

5. Bücher einpacken. 

Ein Hoch auf Pixiebücher, die sind klein und man kann mal eben einen Stapel ungelesener Bücher hervorzaubern, die den Kleinen begeistern. Bücher baucht man auf Reisen ohnehin und wenn sie neu sind, dauert das Entdecken ein bisschen länger.

 6. Rumlaufen. 

Rumlaufen ist immer gut, weil man so eventuell andere Kinder trifft, oder auch Fremde, die deinen Mini mit lustigen Grimassen unterhalten. So übt dein Kind sich in der Völkerverständigung und schwupps, sind wieder 15 Minuten um!

7. Stillen.

Wenn es ein Grund für Langzeitstillen gibt, dann war es für mich unsere viel Fliegerei. Das hilft nicht nur den Druckausgleich auf den Ohren zu erleichtern, es beruhigt auch, wenn das Kind unruhig wird und beschleunigt das Einschlafen.

mit kleinkind fliegen

8. Dein Freund, das Tablet

Ein Hoch auf alle Eltern, die in bestem Wissen und Gewissen “Screentime” aufs Schärfste vermeiden wollen, aber Fliegen ist die eine Ausnahmesituation, wo man es sich nur unnötig schwer macht, wenn man nicht mal schnell 30 Minuten Peppa Wutz aus dem Ärmel zaubern kann. Ich empfehle auch diverse Spiele-apps zu installieren. Mein Kleiner mag am liebsten die Forest App von Duplo und Peek-a-Boo Barn.

9. Clevere Snacks

Wo wir gerade bei Ausnahmeregelungen sind. Wenn es je einen Moment gab wo ein Lutscher dir wertvolle 10 bis 15 Minuten Ruhe erkaufen kann, dann ist er jetzt! Ich habe mir im Netz mal 5 Packungen zuckerfreie Lutscher bestellt um gut gerüstet zu sein und kann das nur empfehlen. Übrigens sind die auch gut bei Start und Landung, zum Druckausgleich in den kleinen Ohren. Rosinen eignen sich auch ganz gut als Snack oder Mandarinen (die das Kind selbst schält). Chips sind ebenfalls zu empfehlen, hier bevorzuge ich die kindgerechten Varianten ohne Salz und Zucker, die man in einschlägigen Drogeriemärkten findet.

10. Eine “Wundertüte”

Es ist ziemlich lässig für die Kleinen, wenn sie kurz nach Take-Off mit einer Wundertüte präsentiert werden! Darin sind kleine Spielzeuge, einige Sticker, vielleicht was zum Zusammenbauen. Da muss man einfach schauen, was das eigene Kind mag. Mein Sohn mag zB Sticker sehr gern, aber auch kleine Autos haben sich sehr bewährt, weil man mit denen super mit anderen Kindern connecten kann. Bei 7 oder 8 kleinen Autos bleiben auch genügend für andere übrig. Man kann sie stapeln, in die Tasche packen, oder eben rumfahren lassen.

Habt ihr noch Tipps fürs Fliegen mit Kleinkindern auf Lager? Teilt sie gerne in den Kommentaren!

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Author

Katja Hentschel hat 5 paar Hände. So fühlt es sich zumindest an für die Fotografin, Reisebloggerin, Modebloggerin, Social Media Consultant und Mama. Nach 8 Jahren in Städten wie Paris, London und New York und einem Master Studiengang in Psychologie, lebt sie nun seit mittlerweile 6 Jahren in Berlin. Ihre anderen Blogs heißen travelettes.net und glamcanyon.com.

2 comments

  • Wie immer auf den Punkt 🙂 Sofern sie etwas größer sind, bieten sich Kaubonbon und Flaschen mit schmaler Öffnung an, ebenso seinem Kind das gähnen auf “Kommando” beizubringen – alles eignet sich hervorragend zum Druckausgleich. Eigene Kopfhörer (nach Standard für Kinder – mit max. Dezibel) und MP3-Player/iPod mit eigener Musik, sowie eine Kind gerechte Kamera, kommen bei uns immer sehr gut an. Sie hat immer den Fensterplatz, so kann sie Fotos machen, Musik hören oder sich einfach einen Film anschauen.
    Wir sind sehr dankbar, dass sie reisen und fliegen liebt, da ist der Akt an sich schon aufregend und trägt zur guten Laune bei 🙂

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  • Mein Tipp: Abzählreime, Kuschelgedichte oder Mäuselieder lernen und gemeinsam aufsagenaufsagen. Trainiert das Gedächtnis, vertreibt die Zeit und Schafft Spaß… Manchmal auch für den Geschäftsmann neben einem, der am Ende das ganze HoppeHoppeReiter Lied kann 😀
    Und ganz erstaunlich was in anderen Sprachen auf die selben Melodien gesungen wird!!!

    Reply

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